Gesundheit

In einigen Teilen Lichtenbergs ist ein zunehmender Fachärztemangel festzustellen. Das versetzt viele Bewohner der betroffenen Ortsteile in eine schwierige Situation, da bei Bedarf weite Wege zurückgelegt werden müssen. Durch die von der Bundesregierung im Versorgungsgesetz geplante kleinräumigere Bedarfsplanung wird der Grad der ärztlichen Versorgung nicht mehr auf ganz Berlin bezogen, sondern künftig auf jeden einzelnen Bezirk. Dies ermöglicht, dass Kassenärztliche Vereinigung und Krankenkassen schneller und gezielter Maßnahmen gegen einen bestehenden oder drohenden Ärztemangel einleiten können. Die ebenfalls von der Bundesregierung geplante Aufhebung der Deckelung von Budgets für Ärzte in unterversorgten Gebieten macht es für Mediziner attraktiver, sich in unterversorgten bzw. von Unterversorgung bedrohten Bezirken niederzulassen. Die ärztliche Versorgung wird so gezielt verbessert. Dass es momentan für viele Mediziner nicht attraktiv ist, sich in Lichtenberg niederzulassen, liegt nicht nur am generell geringeren Anteil an privat versicherten Patienten. Entscheidend sind auch die schlechteren Rahmenbedingungen an einigen Standorten im Bezirk. Ärzte zu verpflichten bzw. zu zwingen, sich in unterversorgten Gebieten niederzulassen, lehnen wir entschieden ab. Stattdessen wollen wir folgende Maßnahmen zur weiteren Steigerung der Attraktivität umsetzen:

  • Unterstützungsangebote für Ärzte bei der Gründung ihrer Existenz in Lichtenberg,
  • Förderung der Kooperation von Ärzten unterschiedlicher Fachrichtungen zur Schaffung eines Netzwerkes im Bezirk durch das Bezirksamt, um unter anderem die Abstimmung zwischen niedergelassenen Ärzten und Kliniken zu verbessern, und
  • Verbesserung der Attraktivität der Standorte durch Förderung der Ansiedlung von weiteren Unternehmen für die Patientenversorgung, z.B. Orthopädieunternehmen, Optiker, Sanitätsfachhandel, Heilberufe usw.
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